Medizinische Untersuchung für Permanent Resident

August 15th, 2011

Wer einen Antrag auf Permanent Resident in Canada stellt wird lernen das zu diesem Antrag in fielen Fällen eine Medizinische Untersuchung dazu gehört. Weder im Internet noch auf den Offiziellen Seiten der Regierung findet man nähere Informationen zu dieser Untersuchung, was so manchen nervös macht.

Man frägt sich wonach gesucht wird, wie intensiv diese Untersuchung ist und ob schon Kleinigkeiten wie zum Beispiel schlechte Zähne oder Untergewicht zu einer Ablehnung führen können.

Für solche die sich darum sorgen machen, nein solche Kleinigkeiten sind kein Problem.

Wir hatten erst vor kurzem unsere Untersuchung und ich war überrascht wie wenig im Endeffekt in Medizinische Familiengeschichte oder Gesundheitliche Risiken gegangen war.

Die Fragen erinnerten mich mehr an die, die beim Führerschein gestellt werden. Die Untersuchung selbst war weniger intens wie die, die ich bei meinem Jährlichen Check Up bei meinem Familien Arzt bekommen.

Blutdruck, Puls, dann leuchtete er schnell in Hals, Augen und Ohren. Mal schnell eine Linie auf einem Sehtest lesen, und noch die Reflexe kontrolliert. Das wars. Danach mußten wir Urin abgeben, eine Blutabname machen und Röntgenbilder vom Lungenbereich.

Wonach vorwiegend gesucht wird sind Drogenabhängige, und Leute mit Erkrankungen wie Hepatitis, Aids oder Tuberkulose. Grundlegend kann man sagen das die Leute ausgesondert werden die entweder eine Dauerbelastung für das Gesundheitssystem sein werden, da sie Unheilbare Krankheiten haben, oder aufgrund von Drogensucht eine Gesellschaftliche Schädigung darstellen können.

Wichtig wen man zu dieser Untersuchung geht ist das wen man in dem Zeitraum Medikamente nimmt, was bei mir der Fall war, diese am besten mit zu bringen oder genau zu wissen welche Wirkstoffe darin enthalten sind. Auch wenn es sich um Freiverkäufliche Medikamente handelt. Auch diese können Leberwerte oder andere Blutwerte verändern, und zwar zu eurem Nachteil. Ganz im Speziellen Tylenol ist eines der Medikamente die sich auf Leberwerte auswirken, also bitte dem Arzt mitteilen, um sicher zu gehen.

Ansonsten ist die ganze Untersuchung nichts besonderes und man muß sie wirklich nicht fürchten. Sollte jemand an einer Chronischen Krankheit leiden, und besorgt sein kann man den Arzt schon im Vorfeld fragen ob darin ein Problem liegt. Solange diese Erkrankung allerdings nicht zu einer dauerpflege führt, und nicht im Vorfeld schon zeigt das man nicht produktiv sein kann, ergo nicht arbeiten gehen kann, sollte darin kein Problem bestehen. Ach und natürlich darf die Erkrankung auch nicht hochgradig ansteckend sein.

Was die Kosten angeht, weiß ich leider nicht ob diese vom Arzt abhängig sind. Wir haben für zwei Erwachsene und zwei Kinder (die sind Billiger) knapp 800 Dollar bezahlt. Weniger wie wir erwartet hatten, auch wenn es sich viel anhört.

In jedem Fall sollte man um die 1000 Dollar auf der Seite haben, insbesondere da es in Manitoba nicht all zu viele Ärzte gibt die für diese Untersuchung zugelassen sind und man mit Reisekosten und Aufenthalt rechnen muß wen man weiter weg wohnt.

Alles in allem ist die Untersuchung nichts wovor man sich fürchten muß und das man schnell hinter sich bringen sollte um den ganzen Prozess zu beschleunigen.

Vorteile des Nominee Programs

October 4th, 2010

Wer nach Canada auswandert mit dem Gedanken für immer bleiben zu wollen, beschäftigt sich automatisch mit den Optionen die er hat um dieses zu verwirklichen. Eine dieser Optionen ist das Nominee Programm der jeweiligen Provinz. Da wir nach Manitoba gegangen sind, sind meine Informationen rein auf dieses Programm bezogen und deren Richtlinien.

Die Anmeldeformulare für das Nominee Programm kann man sich im Internet herunter laden und sind recht einfach auszufüllen. Oft anstrengender und komplizierter sind die dazugehörigen Dokumenten, wie Polizeiliches Führungszeugnis von Deutschland. Alles zusammen wird dann an das Provinzial Nominee Programm geschickt und danach heißt es warten. Es kann ohne weiteres bis zu sechs Monaten dauern bis man eine Zu- oder Absage bekommt.

Ist man dann aber mal im Nominee Programm drinn, wird vieles schon einmal einfacher sollte doch etwas shief gehen, wie insbesondere Arbeitslosigkeit auftreten.

Auch wenn man von seinen Arbeitgeber bei Antragsstellung eine Permanente Job Offer bekommen hat, und dieser noch so oft sagt das er einen bis zum Ende unterstützt, heißt das leider noch lange nicht das dem auch so ist.

Viele Immigranten scheuen sich vor der Suche nach einen neuen Arbeitgeber solgange sie noch nicht im Nominee Programm sind, schon alleine wegen dem Antrag auf eine LMO (Labour Market Opinion) die der Arbeitgeber machen muß. Ein langer und oft anstrengender Prozess den viele Arbeitgeber nicht machen wollen. Insbesondere dann nicht wenn sie nicht die Auflagen erfüllen wollen die damit verbunden sind. Und die sich seit dem 1. April 2009 mit dem verabschiedeten Work Recruitment Protection Act noch verschärft haben.

Ist man aber mal im Nominee Programm ist diese LMO nicht mehr notwendig, und damit wird schon vieles einfacher.

Sollte man nun den Arbeitgeber aus eigenen wünschen wechseln wollen oder die Arbeitstelle verlieren aus welchem Grund auch immer, kann man im Grunde wie jeder der schon Permanent Resident hat nach einem neuen Arbeitgeber suchen. Vorausetzung ist das es einen Permanente Arbeitstelle ist und nicht Seasonal oder Temporär. Auch muß zumindest mal minimum Wage also Mindestlohn bezahlt werden, mehr währe natürlich besser.

Hat man dann einen Arbeitgeber gefunden muß dieser sich beim board für Labor Standards regestrieren als jemand der einen Ausländischen Arbeiter einstellen möchte. Ist diese Regestrierung bestätigt, kann man mit der Bestätigung und der Job offer einen neuen Letter of Approvel vom Nominee Programm erhalten und damit seinen Work Permit auf den neuen Arbeitgeber umschreiben lassen.

Sehr viel einfacher als vor dem Nominee Programm und auch ein wenig schneller da die Bearbeitungszeit der LMO weg fällt.

Informationen zu diesem Vorgang kann man direkt auf der Website des Nominee Programms erhalten oder indem man einfach mal dort anruft. Wer eine E-Mail schicken will kann dieses auch tun muß aber mit einigen Tagen wartezeit auf eine Antwort warten.

Bilingual Homepage

April 30th, 2010

So… wie einige wohl festgestellt haben hat meine Homepage ein völlig neues Ausshen, und nicht nur das, sie ist nun auch Bilingual.

Ok… some will have noticed, the Website has a whole new outfitt, but not alone that it is from now on also bilingual.

Der Blog wird weiterhin vorwiegend in Deutsch sein, bis auf die wenigen Artikel die sich auf die Englischsprachigen Besucher allein beziehen. Doch die Überarbeitung der Website ist noch nicht ganz beendet. Ich werde im laufe der Zeit noch einen Book Club einführen. Was ist das? Werden jetzt einige Fragen. Im Grunde ist es einfach ein Forum in dem man Bücher besprechen kann. Dieses Forum soll allerdings nicht nur normale Bücher besprechen, sondern auch E-book, bücher die Eigendruck wie Bod erschienen sind. Die genauen Regeln arbeite ich noch aus.

The Blog will still be mostly in German, except those few articles that are at most for the English speaking visitor. But that doesn´t mean my work on the Homepage is done. With in time there will be coming up a book club. What is this? Some might ask. Basically its just a community where you can discuss books. The difference is, in this one I want to give authors and reader the opportunity to also discuss E-books and self published book. The specific rules I will work out.

Bis dahin, viel spaß mit der neuen Website

Until then have fun with the new website.

Review of Time Riders by Alex Scarrow

April 29th, 2010

Time Riders is an amazing book for Kids and adults as well. The characters are with her age range from 13 (Sal) to adulthood (Foster and Bob) catching for any age. The second world war topic is as well interesting for more then just one generation. The Idea of changing the world was always fascinating, and time travel, is as long as not really possible, a well chosen way of playing with those ideas. Because of the range of time lines the main characters are plugged out, it is an interesting mix of knowledge and character building. Lean with he´s old style, gentleman like behavior and smartness is more then just the operative, he also is the hart of the team. Both girls are well chosen by the author, Sal with her youth and maddy with her knowledge are a perfect asset.

Because of this combinations the book is thrilling and capturing with every sentence you read. The story takes you in to a world that could be possible. That makes you think about history as it is, and as it could be. Children can learn that history is something that changes with the decisions that are being made, and adults get reminded of it. The twist that are occurring making the sorry never boring, and the hardship the author is putting the characters through makes them more lovable. After a few pages the reader will connect with one ore more of the characters and feel with him/her through the whole story. And the end will come much to soon, and the next book will be way to far away. At least that what I felt after the last page. I consider this book as good as Harry Potter, the mortal instruments or twilight.

Seltsames Erlebnis

April 16th, 2010

Ich lese sehr viel Fantasy, und natürlich da ich die gleiche Kategorie schreibe habe ich auch viel Phantasie. Ich hatte aber nie ein Problem damit Realität und Phantasie zu unterscheiden. Was mich nicht daran hinder das selbige manchmal mit mir durch geht, wenn auch nur in meinem Kopf. Vor etwa drei Wochen allerdings hatte ich ein Erlebnis das wirklich dafür gesorgt hat das meine Vorstellungskraft überstunden machte.

Seit September 09 arbeite ich in einem Restaurant als Koch und Bedienung (ja, hier muß oft beides sein zur gleichen Zeit), nur um euch mal up to date zu bringen.

Viel ist in diesem Restaurant nicht los, und insbesondere am Morgen besteht meine Arbeit vorwiegend daraus den Kaffee am laufen zu halten und mich um die Gäste zu kümmern. So auch an diesem Tag.

Wir hatten etwa 12 Kunden im Gastraum, sich unterhaltend und Kaffee trinkend. Ich hatte gerade eine neue Kanne aufgesetzt und füllte die Wasserbehälter wieder auf. Als ich von der Küche zurück in den Gastraum trat, bemerkte ich sofort eine veränderung. Die Gäste unterhielten sich weniger, fast gar nicht mehr und die meisten Köpfe waren zur Fensterfront gewandt. Auf den Gesichtern spiegelten sich die unterschiedlichsten Emotionen wieder, verwunderung, überraschung und auf einigen konnte ich tiefe ablehnung sehen.

Ich folgte dem Blick meiner Gäste und erstarrte. Direkt vor dem Restaurant stand ein Mann den ich noch nie gesehen hatte, was in dieser kleinen Gemeinde alleine schon recht ungewöhnlich ist. Doch das war es nicht was mich erstarren ließ, es war sein aussehen. Er war groß, gute zwei Meter und zehn, mit langem weisen Haar das unter einer tiefgezogenen Baseball-kappe hervor wallte. So das man sein Gesicht nicht wirklich erkennen konnte. Seine Kleidung erinnerte an einen Landstreicher, alt, verwittert und abgetragen.

Und obwohl das alles noch lange kein Grund für mich ist geschockt zu sein, stellten sich meine Nackenhaare auf und ein kalter schauer lief meinen Rücken herunter.

Der Fremde wandte sich von der Fensterfront ab und begann richtung Eingang zu laufen. Erst jetzt bemerkte ich das ich den Atem angehalten hatte, und noch immer den Wasserbehälter in der Hand hielt. Ich Atmete tief ein und löste mich aus meiner Starre. Während ich den Wasserbälter zur Kaffeemaschiene brachte hoffte ich im stillen das der Mann nicht herein kommen würde, sondern nur aus neugierde herein geschaut hatte. Denn obwohl mir mein Verstand sagte das der Fremde nichts besonderes war, mein Instinkt sagte mir genau das gegenteil und warnte mich vor etwas unbkanntem.

Wie ich gerade nach der Kaffeekanne griff um meine nächste Runde zu machen (nachschenken des Kaffees gehört hier zu den üblichen Aufgaben, da man nur einen Kaffee bezahlt und unendlich nachgefüllt haben kann) hörte ich die Tür, die immer ein wenig quitscht. Natürlch kam im nächsten Augenblick der Fremde in den Gastraum, ohne sich umzusehen ging er an den Kühlschrank und nahm sich eine Pepsi heraus. Meine Nacknehaare stellten sich erneut auf, doch diesmal atmete ich tief ein und schob meine unerklärliche abneigung zurück.

Während ich meine Runde drehte versuchte ich das Gesicht des Fremden zu erkennen doch es schien das egal aus welcher Richtung ich auch hinsah, seine Baseballkappe schien ständig sein Gesicht zu verdecken. Letztendlich gab ich auf und begab mich an meinen üblichen Platz zurück, gelehnt an den Küchentürrahmen. Auch die anderen Gäste waren zurückgekehrt zu ihren Unterhaltungen, nur ab und an warfen sie einen seltsamen Blick zu dem Fremden. Auch mir viel es schwer den Fremden nicht ständig zu beobachten und ich mußste mich immer wieder ablenken mit Geschirrspühlen, damit ich nicht begann ihn anzustarren.

Nach einiger Zeit wollten die meisten Kunden Zahlen, so das ich gezwungen war meinen üblichen Platzt wieder einzunehmen, da ich dort auch direkt neben der Kasse stand. Als der Fremde aufstand hätten ich wetten könnten das mein Herz begann lauter zu schlagen, nur wußte ich nicht warum. Er kam zur Kasse, sein Gesicht noch immer einfach nicht erkennbar, obwohl ich da ich sehr viel kleiner bin, hätte sein Gesicht sehen müssen. Doch es war als würde sich die Baseballkappe ständig so im Winkel verschieben das man sein Gesicht einfach nicht sehen konnte sondern nur das braungrün des Baballschildes der Kappe.

“Zwei Kaffee und ne Dose” sagte er, mit einer Stimme die mehr an das knurren eines Hundes erinnerte und ungewähnlich tief war.

“vier fünfzig” meinte ich nachdem ich es in Kasse eingegeben hatte, und ich muß zugeben das meine Stimme ziemlich schwach und gebrochen klang.

Er griff in seine Hosentasche und hielt mir einen zehn dollar schein hin. Seine Handrücken waren extrem haarig, und seine Fingernägel lang und gebogen wie klauen. Noch nie in meinem Leben hatte ich etwas ähnliches gesehen. Als ich diesmal aufsah, konnte ich auch endlich sein Gesicht sehen. Er hatte schlitzförmige braune Augen, eine lange Nase deren Spitzte aussah als wäre er damit irgendwann irgendwo dagegen gelaufen und die Nasenspitze wäre flach geblieben.  Sein Oberkiefer war etwas nach vorne geschoben so das es aussah als würde er fast mit der Nase auf einer Länge sein. Kurzum, er hatte ein Hundegesicht.

Ich nahm vorsichtig den Schein aus seiner Klauenhand und gab ihm sein Wechselgeld. Ich hatte wirklich angst das mich der Fremde, wenn auch nicht umbedingt absichtlich, kratzen würde mit seinen langen krallen. Und plötzlich kam mir ein Gesanke, eigentlich war es nur ein Wort das ich dachte, an dem aber viele weitere Gedanken dran hiengen, WERWOLF.

Ich mein es mag daran liegen das ich zu der Zeit gerade ensprechende Bücher gelesen habe, oder daran das ich sowieso jemand bin der Fantasy mag, oder daran das ich recht viel Phantasie habe. Doch nachdem ich das Gesicht gesehen hatte, die Hände mit den Krallen und dazu die Stimme gehört hatte, war das der einzige Gedanke der mir zu dem Fremden in den Sinn kam. Und obwohl es natürlich unfug ist so etwas zu denken, frägt man sich doch manchmal ob die Legenden über Wehrwölfe nicht wegen eben solcher Menschen entstanden sind. Oder ob es nicht villeicht doch Wehrwölfe gibt, und ich hatte meine erste begegnung mit einem….. vielleicht sollte ich mal herausfinden wo er wohnt, ihn beobachten und insbesondere bei Vollmond mal ein Auge auf ihn haben…..

Egal ob es nun ein Wehwolf war, falls es so etwas wirklich geben würde, oder nicht. Auf jeden Fall war das ein komischer kautz und ein seltsames erlebnis.

Auswandern und Sprache

April 10th, 2010

Wer Auswandert in ein anderes Land wird in den meisten Fällen auch mit einer neuen Sprache konfrontiert. So ging es auch uns wie wir nach Canada kamen. Obwohl Canada zwei Hauptlandessprachen hat, Englisch und Französisch, wird zumindest in Manitoba vorwiegend Englisch gesprochen. Ganz ehrlich, es ist sogar recht schwer jemanden zu finden der Französisch spricht, wenn man nicht per Zufall jemanden hat der aus Montreal oder Quebeck zugewandert ist.

Doch mir geht es hier in diesem Artikel nicht um das erlernen der neuen Sprache wie man annehmen würde, sondern um das behalten der Muttersprache.

Obwohl ich in der Schule Englisch hatte, viel es mir zu Anfang recht schwer mich mit der Englischen Sprache zurecht zu finden, denn leider ist Englisch nicht gleich Englisch. Doch nun nach drei Jahren spreche ich fast fließend und habe nur noch selten Probleme. Was mir aber nun nach drei Jahren hier aufgefallen ist, und immer verstärkter auffällt ist das ich mehr und mehr die Deutsche Sprache zu verlieren beginne. Insbesondere der Satzbau fällt immer schwerer und immer öfter muß ich nach Wörtern suchen oder sogar das Englische Wort ins Deutsche übersetzten.

Wo ich noch vor drei Jahren nur wenige Minuten gebraucht hätte um einen Deutssprachigen Text zu schreiben, brauche ich nun gut dreimal solange, und muß sehr viel mehr darüber nachdenken wie ich etwas formuliere.

Bei meinen Kindern sehe ich es noch sehr viel stärker. Meine Tochter elf Jahre alt, spricht zwar noch immer Deutsch wenn sie Zuhause ist, hier und da gemixt mit Englischen Wörtern, dennoch vorwiegend Deutsch. Doch Lesen und Schreiben in Deutsch ist etwas das sie überhaupt nicht kann. Sollten wie jemals zurück müssen nach Deutschland wäre sie in der Schule dort verloren, und müßte erst einmal in einer Ausländerintegrationsklasse untergebracht werden um Lesen und Schreiben in Deutsch zu lernen.

Im Falle meines Sohnes acht Jahre alt wäre es noch sehr viel schlimmer. Da er hier einen großteil seiner Kindheit verbracht hat und insbesondere den Teil der sehr entscheidend für die Sprachentwicklung ist, spricht er fast nur Englisch. Oft weiß er nicht einmal das er Englisch spricht, oder umgekehrt Deutsch für ihn ist alles einfach Englisch…. gut er ist ja auch erst acht, da macht man vermutlich noch nicht so die Unterscheidung. Doch egal wie, auch für ihn würde ein Rückzug nach Deutschland bedeuten erst einmal eine Ausländerintergrationsklasse zu besuchen.

Und selbst für uns Erwachsene die ja so viel mehr Jahre mit der Deutschen Sprache konfrontiert waren ist es schwer die Muttersprache bei zu behalten. Hätten wir nicht noch Kontakte nach Deutschland, wie unsere Eltern und einige Freunde, wir würden die Sprache völlig verlieren.

Übrigens etwas das ich zu beginn von einigen Auswanderern die schon zwanzig und mehr Jahre hier sind gesagt bekommen habe, aber nicht wirklich glauben konnte.

Das schlimme daran ist, das es mir inzwischen auch schwer fällt meine Bücher in Deutsch zu schreiben, und auf der anderen Seite ist mein Englisch zwar ausreichend um mich mit allen Leuten zu Unterhalten und für den Täglichen Gebrauch. Doch die Sprachvielfallt, insbesondere der große Wortschatz den man als Autor benötigt fehlt mir im Englischen noch.

Nun stehe ich zwischen zwei Sprachen, nicht in der Lage in der einen oder anderen meine Bücher zu schreiben.

Nunja, für mich heißt es entweder mein Deutsch zurück zu erlangen was natürlich möglich ist, oder mein Englisch auszubessern was auch möglich ist.

Was ich aber mit diesem Bericht hervorheben möchte ist das sich Auswanderer bemühen müssen an ihrer Muttersprache fest zu halten.

Lerato Verlag von der Bildfläche verschwunden

October 27th, 2009

Wie geht es nun weiter, da der Lerato Verlag wie es scheint Pleite, Insolvenz oder einfach dahingegangen ist. Schon seit längerem hatte ich versucht mit dem Verleger Kontakt auf zu nehmen, ohne jeglichen Erfolg. Nun ist auch die Website aus dem Netz verschwunden, so das ich davon ausgehen muß das es den Verlag nicht mehr gibt. Meine Bücher sind dadurch natürlich auch nicht mehr erhälltlich, da kein Verlag da ist um sie zu versenden.

Frankreich- Ein Ratgeber für Auswanderer und Grenzgänger werde ich vermutlich nicht weiter anbieten, da dieser Veraltet ist und ich ihn nicht auf den Aktuellen Stand bringen kann. Eventuell, wenn die nachfragen groß genug sind werde ich es als E-book anbieten. Ich werde allerdings nicht versuchen dafür einen neuen Verlag zu finden.

Und ich kann es doch- Mein Leben mit Legasthenie und Turner Kieser hingegen werde ich versuchen bei einem neuen Verlag unter zu bringen. Sollte dies nicht gelingen werde ich auch dieses als E-book zur verfügung stellen.

Beide natürlich zu günstigen Preisen so das man sie sich ausdrucken kann, ohne auf so viel mehr Kosten zu kommen wie wenn man sie sich als Taschenbuch gekauft hätte. Beide Bücher hätten im Handel 9.95 Euro gekostet, so das ich sie um die 1.99 Euro herum wohl anbieten werde. Wobei ich mich auf den Preis noch nicht wirklich fest lege.

Für diejenigen die nicht immer hier in den Blogg sehen wollen hier die Webadresse www.ebook-tower.de wo ihr immer mal nachsehen könnt ob ich die Bücher schon online gestellt habe.

Leider kann ich nicht wirklich abschätzen wie lange es dauern wird, da ich im Augenblick noch versuche heraus zu finden wie die Rechtslage aussieht, ob meine Rechte alle wieder bei mir sind, und ob ich die ISBN weiter verwenden kann. Auch natürlich was das Cover angeht, muß ich mich erkundingen. Wundert euch also nicht wenn sich das Aussehen des Buches verändert, da ich vermutlich die Cover nicht weiter verdenden kann. Da diese nicht von mir erstellt sind. Ich hoffe das ich die Bücher schon bald wieder zur verfügung stellen kann, und hoffe das nicht zu viele haben auf eine Buchbestellung warten müssen die durch die Verlagsaufgabe natürlich nie ankahm.

The Time Travelers wife

August 30th, 2009

Vor kurzem erschien bei uns der Film The Timetravelers wife im Kino, und eigentlich hatte ich vor mir den Film an zu sehen, doch leider läuft er zu ungünstigen Zeiten. Nach einigem hadern mit mir selbst beschloss ich dann mir das Buch zu besorgen, was vermutlich die bessere entscheidung war.

Das Buch ist die geschichte eines Zeitreisenden, und seiner Frau. Geschrieben ist das Buch aus wechselnder Perspektieve, mal aus Henrys sicht, mal aus Clares. Obwohl die Geschichte in unterschiedlichen Zeiten spielt, die Figuren immer wieder ein unterschiedliches alter haben, und Zeit eigentlich etwas ist das nicht in einer Konstanten linie existiert, hat es die Autorin geschaft eine gewisse Chronologie in die Story zu bekommen und damit das wirrwar zu entwirren.

Sie beginnt mit der Zeit als Clare noch ein Kind war, und zum ersten Mal auf den erwachsenen Henry trifft, der nackt auf der lichtung landet in der sie sich öfter zum spielen aufhällt. Von da an erscheint er ihr immer wieder in unrägelmäßigen abständen, und obwohl er ihr so wenig wie möglich erzählt, bekommt sie doch heraus das sie einestages seine Frau sein wird. Doch die Autorin gibt nicht jeden der Besuche preis, etliche hebt sie sich für spätere Gelegenheiten auf. Sie erzählt wie sich die beiden nach zwei Jahren trennung wieder treffen, wie Clares Liebe zu diesem Mann nur noch gewachsen ist, und wie Henry der zu diesem Zeitpunkt diese Zeitreisen noch gar nicht gemacht, Clare erst kennen lernen muß.

Die Autorin schaft es die Problematik der Beziehung der beiden, die Gefühle die beide in den jeweiligen Zeiträumen haben, und die Sorgen des jeweiligen Charakter einzufangen, so das man sich darin gefangen fühlt. Romantisch, spannend und zugelich intelektuell anregend ist dieses Buch wirklich eine Empfehlung wert.

Leider weiß ich nicht ob das Buch im Deutschen erhältlich ist, wer allerdings kann sollte sich die englische Version besorgen und sich damit in eine Welt der Liebe und Selbstlosigkeit entführen lassen wie ich sie in noch keinen anderen Buch gefunden habe.

Aufgepasst vor Immigrations “Betrügern”

July 23rd, 2009

Derzeit erhalten viele die sich für die Immigration nach Canada interessieren E-Mails von einem ominösen Immigrations Büro (migration canada). Woher diese die Adressen nehmen ist mir Schleierhaft, ich vermute einmal aus dem Internet, Foren und Chats. Bitte nehmt euch vor solchen E-Mails in acht!

Seriöse Immigrations Büros werden euch nicht per E-Mail anschreiben um zu Werben, schon gar nicht werden Firmen dieser art versprechungen auf eine bessere chance auf immigration machen, wenn man mit ihnen abschließt. Die Chancen sind immer die gleichen, der einzige Unterschied den so eine Firma macht, ist das sie euch den Papierkram ausfüllt.

Aber es gilt eh immer, das man aufpassen muß wem man sich mit seiner immigration anvertraut. Leider findet man hier sehr viele die es wirklich nur auf schnelles Geld abgesehen haben, und davon so viel wie möglich. Und obwohl die Canadische Regierung die Auflagen für Work Permits und Permanent Resident kontinuierlich verschärft, insbesondere für Arbeitgeber und Immigrations Firmen, finden ettliche immer noch Wege den zukünftigen Canadischen Einwohner über den Tisch zu ziehen.

Daher empfehele ich jedem der kann, selbst wenn er es sich vielleicht nicht zutraut, die Anträge selbst zu machen. Firmen wie CanPort die uns hier her geholfen haben, und von denen ich heute bei weitem nicht mehr so begeistert bin, nicht nur aus eigenen Erfahrungen heraus, interesieren sich nicht wirklich für die Menschen die sie vertreten, sondern nur für das Geld das sie mitbringen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob diese Personen alles aufgeben um ihren Traum oder die Hoffnung auf einen Neuanfang zu verwirklichen. In vielen Fällen kann man schon froh sein wenn diese Firmen, sind sie einmal bezahlt, ihrem versprechen nachkommen und sich wirklich um allen Papierkram kümmern. In vielen Fällen vergessen diese Firmen ihre Klienten in dem Moment wo die letzte Zahlung auf dem Konto eingegangen ist. Unterlagen werden dann vergessen zur Einwanderungsbehörde zu schicken, Schreiben nicht weiter geleitet, und um den immigrant ruhig zu halten, falsche Informationen heraus gegeben. Um nur einige Beispiele zu nennen die solche Firmen dann vermasseln, ob wissentlich möchte ich dahingestellt lassen.

Das schwerste am erhalt einer Work Permit ist das finden eines Arbeitgebers wenn man noch in Deutschland, oder einem anderen Land ist. Der Pepierkram selbst ist gar nicht mal so schwer wenn man ein wenig Englisch kann. Informationen, wie einen Guide zum Ausfüllen der Papiere und den Voraussetzungen für eine Work permit findet man auf der Website der Canadischen Botschaften, oder auf der Website des CIC (Canadian Immigration Center). Wer also kann, sollte sich diese Informationen durch lesen, und die Anträge selbst stellen. Auf diesem Weg weiß man das es gemacht ist, und spart jede Menge Geld da man den Mittelsmann nicht bezahlen muß. Viele der Immigrations Firmen verlangen um die 2000 bis 8000 Dollar nur für die Suche nach einem Arbeitgeber, und dem Ausfüllen dieser Formulare. Die Work Permit oder Permanent Resident kann man dann noch einmal extra bezahlen. So das viele Einwanderer mit Kosten bis zu 12.000 Dollar abenden, von denen sie mehr als 70% hätten sparen können, hätten sie es selbst gemacht.

Bei der Suche nach einem Arbeitgeber können auch das Canadische Arbeitsamt, und andere Organisationen helfen. Eine Liste mit diesen Organisationen werde ich dämnechst einstellen, wenn ich mal mehr Zeit habe.

Also BITTE, seid VORSICHTIG wann immer eine Immigrations Firma euch große versprechungen macht, alles Geld im Vorfeld möchte, oder wohlmöglich sogar Garantieen gibt.

ES GIBT KEINE GARANTIE FÜR EINE POSETIEVE WORK PERMIT ODER PERMANENT RESIDENT!

ES GIBT KEINE GARANTIE FÜR EINE GELUNGENE IMMIGRATION, ES IST IMMER EIN RISIKO DABEI!

LAST EUCH NICHT VON GROSSEN WORTEN TÄUSCHEN!

Als Verkäuferin in Canada

July 6th, 2009

Meine Eltern hatten einen Schreibwarenladen in dem man Photozubehör und Photoapperate bekommen konnte, der Laden war in meinen ersten Lebensjahren mehr mein Zuhause als unsere Wohnung. Meine Tante war Filialleitung in einem Laden einer größeren Lebensmittel Kette, und erzählte mir die tollsten Geschichten von ihrer Arbeit wenn sie bei uns zu besuch war. Man könnte also eigentlich sagen das der Verkauf und alles was mit dem Beruf zusammen hängt in meinem Blut in meiner Seele verankert ist. So ist es eigentlich nicht verwunderlich das ich wie die Zeit kam einen Beruf zu wählen, mich für den Beruf der Einzelhandelsverkäuferin entschieden hatte. Das es in meiner Ausbildung nicht so gut lief hatte und ich diese Abbrach hatte auch nichts mit dem Beruf selbst zu tun, auch wenn ich das damals nicht so verstanden hatte, sondern mit dem Arbeitsklima. Erst als ich mit zwanzig zurück in den Bruf ging, erkannte ich daß. Doch vieles störte mich auch, wie zum Beispiel das man nur wenig Zeit für den Kunden hatte, das die Ware in vielen Firmen über den Kunden gestellt wurde. Es war häufig wichtiger das die Regale in Ordnung waren, wie das der Kunde bedient wurde, oder geholfen bekam. Eine “Beziehung” zu dem Kunden auf zu bauen war schier unmöglich. Und das obwohl ich in meinem Letzten Job als Verkäuferin in Deutschland eine Filialleitung hatte die wirklich Kundenorientiert war. Doch auch sie konnte gegen verschiedene Auflagen der Firma, wie das die Ware am Warentag bis drei Uhr am Mittag hatte in den Regalen sein müssen, nichts machen. Kurzum, Service war etwas das mit den Jahren die ich im Verkauf verbrachte, und damit meine ich auch meine Kinderzeit, immer weiter in den Hintergrund gerückt war.

Als wir dann 2007 nach Kanada gingen, war für mich nicht recht klar was ich hier Arbeiten wollte, mein Englisch war noch viel zu schlecht als das ich hätte in den Verkauf gehen können. Doch da ich eh nicht gleich eine Arbeitserlaubnis bekommen hatte, und so erst einmal zwei Jahre Zuhause fest saß, hatte ich Zeit das zu ändern. Das ich dem Beruf selbst nicht gewachsen sein könnte, oder Verkaufen hier anders lief wie in Deutschland, konnte ich mir nicht vorstellen zu dem Zeitpunkt. Schließlich hatte ich schon in der Ausbildung immer gesagt bekommen das viele organisatorische Ideen aus dem Americanischen Handelssystem übernommen worden waren. Heute muß ich über diese “Ausrede” nur noch lachen.

Als ich im April 2009 endlich meine Arbeitserlaubnis bekam, hatte ich von der Seite des Kunden her schon mitbekommen das es im Verkauf hier um einiges anders lief, als ich es von Deutschland her gewohnt war. Doch den wirklichen Unterschied, den bekam ich erst mit als ich dann selbst meinen Weg zurück in den Verkauf fand.

Nach nicht mal ganz vier Wochen fand ich eine Stelle als Verkäuferin in einem Modegeschäft, und dazu noch bei einer Modegruppe die hier auf dem Nordamerikanischen Kontinent als eine der größten gilt. Schon beim Einstellungsgespräch fiel mir auf das ich, obwohl erfahren in dem Beruf, irgendwie aus meinem Element war. Die Store Managerin fragte mich wie ich im Bereich Kundenbindung wäre, und wie ich auf einen Kunden zugehen würde. Ich erklärte ihr das es in Deutschland leider so war, wie oben gesagt, das man die Ware als wichtiger zu behandeln hatte als den Kunden. Natürlich war sie entsetzt, doch es gefiel ihr auch das ich erlich war, und ihr sagte das mir eine gute Bindung zum Kunden besser gefallen würde, und ich es daher gerne zumindest versuchen würde. Garantieren das ich in dem Bereich etwas auf die Beine gestellt bekommen würde, konnte ich natürlich nicht, schließlich hatte ich es noch nie wirklich versucht.

In meiner Traineezeit beobachtete ich die erfahrenen Verkäuferinnen wie sie auf die Kunden zugiengen, sich mit ihnen unterhielten und wie sie es schafften aus Leuten die mehr aus langeweile herein kamen, jemanden zu machen der mal kurzerhand 100 Dollar liegen ließ. Was mich dabei verwunderte, war das es weniger ein Verkaufsgespräch war in den meisten fällen, sondern eher eine freundschaftliche Unterhaltung die dazu führte das der Kunde erzählte was er/sie eigentlich suchte, so das die Verkäuferin dann entsprechende Vorschläge machen konnte. Ich begann den Vorgang zu kopieren, und fand mich dann auch langsam damit zurecht. Obwohl ich bei weitem noch nicht so gut bin wie eine der anderen Verkäuferinnen, so fällt es mir doch jedesmal leichter ein Gespräch mit dem Kunden zu finden, und ihn entsprechend zu bedienen.

Doch das sind nicht die einzigen Unterschiede,hier bekommt man auch einen Ansporn von der Firma sich um Kundenbindung und gute Verkäufe zu bemühen, nämlich den Gehalltsscheck. Neben einem Stundenlohn, der oft recht gering ist, bekommt man hier Verkaufsprovisionen. Hat man einmal sein Budget für den Tag gemacht, was häufig eine bestimmte Summe pro Stunde ist, bekommt man auf alles was darüber geht Provision. Dazu bekommt man Dicount auf das was man in der eigenen Firma kauft, und kann wie seine Provisionen eine spezielle Provision für Kleidung bekommen. Rechnet man das alles zusammen, hat man eigentlich ein recht gutes Gehalt. Summen darf ich natürlich keine nennen. Aber sagen wir es mal so, ich Arbeite nur Wochenends wegen meiner Kids, das sind 24 Stunden im Monat. Davon kann ich Problemlos das Benzien, Taback und Bier kaufen, und habe noch ein wenig über. Taback 150g / 45 Dollar, Bier 32 Dosen a 333ml / 42 Dollar und Benzien brauche ich etwa 140 bis 200 Liter im Monat / Liter 0.96 cent. Rechnet es euch also selbst aus in welcher Region wir uns bewegen für die paar Stunden. Und dazu muß man sagen das Wochenende sehr wenig los ist, so das ich nur selten in den Bereich komme in dem es Provisionen gibt.

Aber auch die Einstellung der Firma ist ganz anders, das erste was ich gesagt bekommen hatte war, egal wieviel Ware zu versorgen ist, egal wieviel zu putzen wäre, und egal wie durcheinander alles ist, der Kunde kommt zuerst, alles andere läuft nicht davon. Und wird man an dem Tag nicht fertig, kann man es am nächsten immer noch fertig machen. Diese Einstellung gefällt mir sehr gut, schon allein aus dem Grund, das mir der Kunde sehr wichtig ist, eigentlich schon immer war, doch in Deutschland war es schwer den Kunden an erste Stelle zu setzten bei der dortigen Firmenpoletick.

Wer also in Deutschland als Verkäuferin gearbeitet hat, und hier her möchte, kann sich auf zwei Dinge einstellen. Erstens eine völlig andere art Bezahlt zu werden, die aber nicht schlechter ist. Und sehr viel mehr Kundenkontakt, der sich natürlich auch im Service wiederspiegeln muß.

Hier sucht nicht der Kunde seine Größe heraus, sondern der Verkäufer. Nicht der Kunde räumt seine Kleider wieder auf, sondern wir Verkäufer. Wir suchen passende Tops zu einer Hose, oder umgekehrt, machen vorschläge und bringen diese zur Umkleide Kabiene, und wenn es sein muß helfen wir sogar beim anziehen der Bluse. Kommt insbesondere bei älteren Leuten vor, die zumindest in meiner Kompanie einen großen Anteil ausmachen. Service ist hier das A und O des Gewerbes, und das ist etwas zu dem man Bereit sein muß.

Das einzige an diesem Job das mich stört, ist das man verpflichtet ist die Kleidung zu tragen die man verkauft. Nach einiger Zeit hat man eine bestimmte Auswahl zusammen, das ist nicht das Problem. Und ich falle in diesem Fall auch aus dem Rahmen, doch ich bin so dünn, das ich in unserer Firma nur wenig finde das mir wirklich passt. Das Designe ist klasse, doch die Schnitte und vorallem die größen sind nicht gerade für so Hänflinge wir mich gemacht. “Laternenmaßtmode” haben wir leider nicht im Programm, so das mir immer schwer fällt etwas zu finden. Aber das ist etwas mit dem die meisten anderen weniger Probleme haben würden.

Alles in allem gefällt es mir hier viel besser als in Deutschland als Verkäuferin zu Arbeiten. Und wer weiß, in einigen Monaten bin ich villeicht so gut wie einige meiner Koleginnen und habe sogar Kunden die ganz gezielt nach mir fragen wenn sie zum Einkaufen kommen.